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	<title>weltgesehen &#187; durchgesehen</title>
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		<title>Die Unm&#246;glichkeit von Zeit</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 22:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der eigene Geist zeigt uns immer wieder die Unm&#246;glichkeit von Zeit. Und w&#252;ssten wir nichts vom Tod, wir kennten sie nicht, sie w&#228;re uns so fremd wie&#8230; ja, was? Als uns die Erinnerung nicht mehr reichte, erfanden wir Medien und zeichneten alles auf. Daran werden wir f&#252;r alle Zeit arbeiten, an der M&#246;glichkeit, alles aufzuzeichnen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der eigene Geist zeigt uns immer wieder die Unm&#246;glichkeit von Zeit. Und w&#252;ssten wir nichts vom Tod, wir kennten sie nicht, sie w&#228;re uns so fremd wie&#8230; ja, was?<br />
Als uns die Erinnerung nicht mehr reichte, erfanden wir Medien und zeichneten alles auf. Daran werden wir f&#252;r alle Zeit arbeiten, an der M&#246;glichkeit, alles aufzuzeichnen, was geschieht. So halten wir fest, was es nicht gibt und vergleichen weiter mit dem Jetzt, w&#228;gen ab und urteilen, erfreuen uns an dem, was es nicht mehr gibt und betrauern es. Wir sehnen uns nach dem dritten Geburtstag unseres Sohnes, weil er da noch so s&#252;&#223; und lieb war, und wie einfach war doch die Welt f&#252;r uns, wohlbeh&#252;tet im Haus unserer Eltern, wie unbefangen traten wir unseren Mitmenschen gegen&#252;ber und lie&#223;en uns nicht abschrecken von der Angst, etwas k&#246;nnte schiefgehen, den Gedanken an ein Scheitern kannten wir scheinbar nicht, und immer wieder fragen wir uns, warum das nun anders ist, wo die gute alte Zeit wohl hin ist. Wir schauen uns alte Videos an, mit ungl&#228;ubigem Kopfsch&#252;tteln beneiden wir unsere alten Ichs, die es nicht mehr gibt, von denen wir nur annehmen k&#246;nnen, dass sie zu dem f&#252;hrten, was nun ist.<br />
Es begleitet uns dabei die Angst vor dem Moment, an dem wir ein letztes Mal zur&#252;ckblicken, weil es keinen Blick nach vorn gibt. In dem Moment erst werden wir die Unm&#246;glichkeit von Zeit klar vor uns sehen, und vielleicht werden wir dann nur noch bedauern, dass wir so oft das Jetzt ausser Acht gelassen haben. Wom&#246;glich k&#246;nnen wir es sogar genie&#223;en, bevor es vorbei ist. </p>
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		<title>Relevant?</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 00:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[H&#228;tte etwas f&#252;r mein Tagebuch. Aber, gerade dachte ich mir: Was wird dann daraus, aus meinem Tagebucheintrag? Wird es irgendwann einmal jemand lesen? Wird es f&#252;r jemanden eine Bedeutung haben? Wohl eher nicht. Also, werde ich es wohl irgendwann lesen m&#252;ssen, vielleicht, wenn ich alt bin. Was wird es mir dann bringen? Wahrscheinlich werde ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>H&#228;tte etwas f&#252;r mein Tagebuch. Aber, gerade dachte ich mir: Was wird  dann daraus, aus meinem Tagebucheintrag? Wird es irgendwann einmal  jemand lesen? Wird es f&#252;r jemanden eine Bedeutung haben? Wohl eher  nicht. Also, werde ich es wohl irgendwann lesen m&#252;ssen, vielleicht, wenn  ich alt bin. Was wird es mir dann bringen? Wahrscheinlich werde ich  dar&#252;ber weinen, wie sch&#246;n es einmal war und dass es vorbei ist…<br />
Ich sollte mich also wom&#246;glich lieber auf mein Ged&#228;chtnis verlassen,  darauf, dass es mir ein freundliches Bild bereitstellt, wenn es soweit  ist; ein Bild, dessen Farben ein bisschen weicher, dessen Kontraste eine  gef&#228;llige Unsch&#228;rfe haben und mir mit einem v&#228;terlichen T&#228;tscheln  sagen: Ist gut, alter Mann. Dein Weg war gut gew&#228;hlt, kein Schritt, f&#252;r  den du dich sch&#228;men musst, nirgendwo falsch abgebogen. Getrost leg den  Kopf zur&#252;ck, und genie&#223;e den Rest.<br />
Eigenartig, dass Thomas Mann so akribisch Tagebuch f&#252;hrte. So ein  gesch&#228;rfter Geist, so klug und weise. Kam er nie auf die Idee, dass ein  Fu&#223;abdruck unwichtig wird, durch jeden neuen Schritt? War ihm nicht  klar, dass die Zeit und ihre Kinder Vergangenheit und Zukunft nur ein  sinnloses Raster sind, ausgedacht von einer Tierart, deren Hirne so gro&#223;  wurden, dass sie Angst vor ihrem Ende entwickelten? Belang existiert  nur innerhalb unserer eigenen Mauern. Dar&#252;ber hinaus existiert nichts.</p>
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		<title>Das mit der Flucht nach vorn</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 22:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein eigenartiger, wenn nicht unpassender Moment f&#252;r so einen Gedanken, aber ich sa&#223; nichtsahnend am Klavier und spielte die Tr&#228;umerei von Robert Schumann, als mir in den Sinn kam, dass ich mich nicht in der Hand habe. Vielleicht war es der Kontrast zu der Musik, zu dem Instrument, dass ich sehr wohl in der Hand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein eigenartiger, wenn nicht unpassender Moment f&#252;r so einen Gedanken, aber ich sa&#223; nichtsahnend am Klavier und spielte die Tr&#228;umerei von Robert Schumann, als mir in den Sinn kam, dass ich mich nicht in der Hand habe. Vielleicht war es der Kontrast zu der Musik, zu dem Instrument, dass ich sehr wohl in der Hand hatte, ja, in beiden sogar. Nur allzu oft verharre ich bei dem, was ich in der Hand habe; zu allem weiteren muss man mich zwingen. Gut klappt das in Situationen, in denen ich keine andere Wahl habe, in denen der einzige Fluchtweg der ist, der nach vorn f&#252;hrt. Hinterher merke ich, dass ich mich gut f&#252;hle, dass es richtig war, was ich tat und dass ich mein Ziel erreicht habe. Die Geschwindigkeit, die ich dabei an den Tag legte, kann erstaunlich hoch gewesen sein. Nur mit der &#220;bertragung hapert es. Ja, ich spiele die Tr&#228;umere wirklich gut, aber ich spielte sie auch gut, als ich zw&#246;lf Jahre alt war&#8230; </p>
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		<title>Das Buch zwischen den Zeilen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 21:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
				<category><![CDATA[durchgesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sicher nicht zum Ersten Mal, wurde mir heute klar, dass man manchmal viel sagt, gerade wenn man die Klappe h&#228;lt. N Ding, was? Wir denken uns ein kleines Missverst&#228;ndnis, dass wir nicht sofort aufkl&#228;ren k&#246;nnen. OK, denken wir uns, die Gelegenheit wird schon kommen. Und dann, wenn es soweit sein k&#246;nnte, m&#252;ssen wir feststellen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sicher nicht zum Ersten Mal, wurde mir heute klar, dass man manchmal viel sagt, gerade wenn man die Klappe h&#228;lt. N Ding, was?<br />
Wir denken uns ein kleines Missverst&#228;ndnis, dass wir nicht sofort aufkl&#228;ren k&#246;nnen. OK, denken wir uns, die Gelegenheit wird schon kommen. Und dann, wenn es soweit sein k&#246;nnte, m&#252;ssen wir feststellen, dass dieses kleine leicht zu Fall zu bringende Missverst&#228;ndnis inzwischen an Kraft und Stand gewonnen zu haben scheint. Verzweifelt versuchen wir, die Bohrtiefe auszuloten; was ist geschehen? Welcher Film lief hier wie weit, seit dem wir das Kino verlie&#223;en? Und wodurch? Wenn wir Gl&#252;ck haben, lag es nur am Schweigen. Vielleicht wurde es als Zustimmung verstanden. Wenn es &#8220;nur&#8221; das ist, k&#246;nnen wir es schaffen. Dass Nichtsreden manchmal mehr sagt, als alle Worte, kann erschreckend sein. Aber, mit dem Blick in unsere Ecke zur&#252;ckgedr&#228;ngt, m&#252;ssen wir uns nur daran erinnern, dass wir uns umdrehen k&#246;nnen, und wenn wir das geschafft haben, werden wir verbl&#252;fft feststellen, dass uns auf einmal wieder alle Wege offen stehen.</p>
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		<title>Die Flut</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 01:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hat sich mal jemand, irgendwer, daf&#252;r entschieden, immer der Letzte zu sein? Gibt es das? Also, ich hab mich nie daf&#252;r entschieden, nicht zu heiraten, bis ich vierzig bin. Aber vielleicht h&#228;tte ich eine Entscheidung treffen m&#252;ssen, um das zu verhindern&#8230;? Was sch&#252;tzt uns eigentlich? Die Medien werden immer allgegenw&#228;rtiger, dringen immer tiefer in ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hat sich mal jemand, irgendwer, daf&#252;r entschieden, immer der Letzte zu sein? Gibt es das? Also, ich hab mich nie daf&#252;r entschieden, nicht zu heiraten, bis ich vierzig bin. Aber vielleicht h&#228;tte ich eine Entscheidung treffen m&#252;ssen, um das zu verhindern&#8230;?<br />
Was sch&#252;tzt uns eigentlich? Die Medien werden immer allgegenw&#228;rtiger, dringen immer tiefer in ein jedes Leben ein. W&#228;hrend wir uns noch vor zehn Jahren im Spiegel der oberen Zehntausend sahen, unser kleines Licht neben ihnen, unsere Tr&#228;ume neben ihrer Realit&#228;t, schwappt die anonyme Masse nun hoch; sie dringt durch immer breiter werdende Ritzen der Medienkontinente, durch Blogs und twitter, und sie treten &#252;ber die Ufer ins Nachmittags- und Nachtprogramm. Die Masse labt sich an ihres Gleichen, auf der Suche nach jemandem, der ihr im Spiegel zur&#252;ckl&#228;chelt. Vielleicht sch&#252;tzt uns das, dass wir uns breit machen k&#246;nnen, dass wir einen Weg gefunden haben, uns als Mehrheit wahrzunehmen, die von Belang ist, deren Wert &#252;berflutet, den Wasserspiegel steigen l&#228;sst, bis alle Menschen wieder auf einer H&#246;he schwimmen. Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir so etwas erfahren durften: Wo die Flut herrscht, sind alle Menschen gleich.</p>
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		<title>Nichts weiter</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 23:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und? Hat ers gelesen? Seid Ihr ihm begegnet?&#8230; ;o) Manchmal wird aus dem Denken ein Kreis, wenn ich es zu weit treibe, wenn die Windungen in Gleisgestalt zu Weichen werden, jeden Gedanken aufspalten und die n&#228;chsten mit seinen Teilen das Gleiche tun. So wird alles heruntergebrochen, bis auf das kleinste St&#252;ck, den kleinsten Nenner, hinter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und? Hat ers gelesen? Seid Ihr ihm begegnet?&#8230; ;o)<br />
Manchmal wird aus dem Denken ein Kreis, wenn ich es zu weit treibe, wenn die Windungen in Gleisgestalt zu Weichen werden, jeden Gedanken aufspalten und die n&#228;chsten mit seinen Teilen das Gleiche tun. So wird alles heruntergebrochen, bis auf das kleinste St&#252;ck, den kleinsten Nenner, hinter dem steht, dass alles unwichtig ist, Du, ich, die ganze Welt, das Universum; ein K&#228;fer auf dem R&#252;cken, strampelt in wilder Verzweiflung, und niemand sieht es, keinen geht es an, und der K&#228;fer ist selbst dabei nur ein unwichtiges Detail.<br />
Aber von da aus l&#228;sst es sich weiter spinnen, Weichen k&#246;nnen Teile wieder zusammenf&#252;hren zu neuen, die gr&#246;&#223;er werden, und eben weil NICHTS wichtig ist, hat doch ALLES wiederum die gr&#246;&#223;te Bedeutung. Weil ich f&#252;r den Rest der Welt &#252;berhaupt keine Bedeutung habe, kann sie zugleich auch schon gar nicht mehr gr&#246;&#223;er sein, eben weil alles andere ja auch nicht wichtiger ist. Ist also alles ganz und gar belanglos, darf es untereinander schon wieder wertvoll sein. In meiner eigenen kleinen Welt bestimme ich meinen Wert; das macht ihn von fremder Wertsch&#228;tzung unabh&#228;ngig.  Ent&#228;uschung und Zorn gibt es in dieser Welt nicht. Alles andere hat f&#252;r mich nur die Bedeutung, die ihm gebe, und die ich ihm entziehen kann. Die welt bleibt ein Nichts, aufgeladen nur durch unsere Phantasie.<br />
Gute Nacht! </p>
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		<title>Also, wie war das nun mit den Bed&#252;rfnissen?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 23:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Recherche ist schon was tolles, weil man da n&#228;mlich etwas lernt, und Lernen hei&#223;t Neues erfahren, und da gibt es ja dieses Belohnungsding in uns, dass in diesem Fall ein gutes Gef&#252;hl macht. Und ich lernte nun dies: Alles was wir tun, machen wir, um ein Bed&#252;rfnis in uns zu erf&#252;llen. Jetzt k&#246;nnte man sagen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Recherche ist schon was tolles, weil man da n&#228;mlich etwas lernt, und Lernen hei&#223;t Neues erfahren, und da gibt es ja dieses Belohnungsding in uns, dass in diesem Fall ein gutes Gef&#252;hl macht.<br />
Und ich lernte nun dies: Alles was wir tun, machen wir, um ein Bed&#252;rfnis in uns zu erf&#252;llen. Jetzt k&#246;nnte man sagen: Na und? Ist doch klar, oder?<br />
Ja, sisch&#228;, isses. Aber hin und wieder tun wir ja Dinge ganz spontan, mit denen wir hinterher eher weniger einverstanden sind. Wir denken: Och n&#246;h, was hab ich mir denn dabei gedacht. Oft kommen wir zu dem Schluss, dass wir uns wohl nichts dabei gedacht hatten. Stimmt wohl auch. Aber wir haben ja auf jeden Fall ein Bed&#252;rfnis befriedigt. Und hier wird die Sache spannend. Wenn wir uns ehrlich fragen, welches Bed&#252;rfnis das war, k&#246;nnten wir uns ganz sch&#246;n wundern. Welches Bed&#252;rfnis stillen wir  zum Beispiel, wenn wir einen geliebten Menschen verletzen? Was lebte in uns, als wir das taten?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mensch oder nicht&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2008 21:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist schon eigenartig: Die Medien st&#252;tzen die Demokratie, ja eigentlich machen sie sie erst m&#246;glich, weil ja auch der Mensch so wenig immer nur gut ist, wie jedes andere Gesch&#246;pft, also gut in dem Sinne, wie er es selbst definiert. Die Meldungen und ihre Qualit&#228;t wiederum sind abh&#228;ngig vom Verhalten des Volkes. Wollte also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon eigenartig: Die Medien st&#252;tzen die Demokratie, ja eigentlich machen sie sie erst m&#246;glich, weil ja auch der Mensch so wenig immer nur gut ist, wie jedes andere Gesch&#246;pft, also gut in dem Sinne, wie er es selbst definiert. Die Meldungen und ihre Qualit&#228;t wiederum sind abh&#228;ngig vom Verhalten des Volkes. Wollte also niemand von uns die Bilder und Geheimnisse einer verst&#246;rten Familie kaufen, bliebe eine solche Familie unbel&#228;stigt. Aber, alles wissen zu wollen, was man nicht kennt, ist eben auch ein Instinkt, der Instinkt der Medien liegt da wohl eher im &#246;konomischen Bereich.<br />
Da ereifere sich, wer will; so lange wir unsere Instinkte nicht unseren Moralvorstellungen unterordnen k&#246;nnen, bleibt alles wie es ist. Und alte S&#228;cke wie diesen vierteilen, r&#228;dern teeren und federn zu wollen, ist ja wohl auch ein Instinkt.<br />
Wir sind einfach zu viele f&#252;r unsere Instinkte, daher brauchen wir unsere Moral. Sie sch&#252;tzt unseren N&#228;chsten und uns selbst, im Idealfall.  </p>
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		<title>Die von fr&#252;her</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 23:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
				<category><![CDATA[durchgesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Na? Schon mal alte Schulfreunde getroffen? Seltsam oder? Da steht pl&#246;tzlich jemand vor einem, ist irgendwie vertraut und doch auch fremd; die aktuelle Version von etwas, was auch so schon prima funktionierte (ein Vergleich f&#252;r die Softwarefreunde), ein Upgrade sozusagen. Und dann, wenn die Verbundenheit f&#252;r ein echtes Gespr&#228;ch reicht, stellt man fest: Total ver&#228;ndert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na? Schon mal alte Schulfreunde getroffen? Seltsam oder? Da steht pl&#246;tzlich jemand vor einem, ist irgendwie vertraut und doch auch fremd; die aktuelle Version von etwas, was auch so schon prima funktionierte (ein Vergleich f&#252;r die Softwarefreunde), ein Upgrade sozusagen. Und dann, wenn die Verbundenheit f&#252;r ein echtes Gespr&#228;ch reicht, stellt man fest: Total ver&#228;ndert, oder gar nicht, also ganz der Alte, oder langweilig geworden, phu&#8230;<br />
Und dann geht das gemeinsame Vergleichen los; man vergleicht sich mit dem Gegen&#252;ber, das Gegen&#252;ber mit damals und besonders mit dem Bild, das man sich vielleicht schon mal, in Erinnerungen schwelgend, von dem anderen ausgemalt hatte, wie derjenige wohl inzwischen lebt, was er wohl arbeitet, wie er lebt, mit wem und wieso, Kinder, wie viele, usw.<br />
Oft genug, bleibt es bei diesem Treffen. Wir sind nicht mehr die selben. Keine Punkte, an die man ankn&#252;pfen k&#246;nnte. Halb so wild.<br />
Aber manchmal gibt es sie doch, und ganz selten werden neue, noch tiefere Freundschaften daraus. Ein sch&#246;nes Gef&#252;hl&#8230;</p>
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		<title>Hirnlos kl&#252;ger</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 22:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
				<category><![CDATA[durchgesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, es ist schon sehr sp&#228;t, aber ich wollte noch etwas am Roman arbeiten. Dann lese ich immer erst einmal einige Seiten, um in diese andere Welt zu gelangen. Und wieder fiel mir auf, dass die st&#228;rksten Szenen, die die mich am meisten Bewegen, die mir ein gutes Gef&#252;hl geben, die sind, die ich einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es ist schon sehr sp&#228;t, aber ich wollte noch etwas am Roman arbeiten. Dann lese ich immer erst einmal einige Seiten, um in diese andere Welt zu gelangen. Und wieder fiel mir auf, dass die st&#228;rksten Szenen, die die mich am meisten Bewegen, die mir ein gutes Gef&#252;hl geben, die sind, die ich einfach so spontan &#8220;runtergeschrieben&#8221; habe, bei denen ich nicht lange nachgedacht habe. Mir fiel dabei dieser Satz meines Fahrlehrers ein (einer der wenigen, an die ich mich noch erinnere): Die erste Entscheidung ist meistens die richtige.<br />
Er meinte damit nat&#252;rlich nur die allt&#228;glichen Stresssituationen im Stra&#223;enverkehr. Aber irgendwie ist es doch richtig. Unser Hirn ist schon ein dolles Ger&#228;t. Da l&#228;uft wirklich unglaublich viel in wahnsinnig geringer Zeit ab. Oft genug greifen wir ein, bremsen aus, legen Steine in den Weg, die wir im besten Fall &#8220;Erfahrung&#8221; nennen, im schlimmsten &#8220;Angst&#8221;, und das nat&#252;rlich selten genug, denn wer gibt schon zu, dass er Angst hat.<br />
Wahrscheinlich haben wir sowieso nur Angst, weil unser K&#246;rper darauf ausgelegt ist. Angst sch&#252;tzt jedes Gesch&#246;pf vor Gefahren. Aber so, wie ein in heutiger Zeit unterfordertes Immunsystem Allergien entwickelt, beginnen wir irgendwann Angst vor Dingen zu haben, die uns nun wirklich nicht wirklich gef&#228;hrlich werden k&#246;nnen.<br />
Meine Lehre: Das Hirn mal machen lassen. Es ist sicherlich der Muskel unseres K&#246;rpers, der uns am sch&#246;nsten &#252;berraschen kann.</p>
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