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		<title>Die Unm&#246;glichkeit von Zeit</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 22:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der eigene Geist zeigt uns immer wieder die Unm&#246;glichkeit von Zeit. Und w&#252;ssten wir nichts vom Tod, wir kennten sie nicht, sie w&#228;re uns so fremd wie&#8230; ja, was? Als uns die Erinnerung nicht mehr reichte, erfanden wir Medien und zeichneten alles auf. Daran werden wir f&#252;r alle Zeit arbeiten, an der M&#246;glichkeit, alles aufzuzeichnen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der eigene Geist zeigt uns immer wieder die Unm&#246;glichkeit von Zeit. Und w&#252;ssten wir nichts vom Tod, wir kennten sie nicht, sie w&#228;re uns so fremd wie&#8230; ja, was?<br />
Als uns die Erinnerung nicht mehr reichte, erfanden wir Medien und zeichneten alles auf. Daran werden wir f&#252;r alle Zeit arbeiten, an der M&#246;glichkeit, alles aufzuzeichnen, was geschieht. So halten wir fest, was es nicht gibt und vergleichen weiter mit dem Jetzt, w&#228;gen ab und urteilen, erfreuen uns an dem, was es nicht mehr gibt und betrauern es. Wir sehnen uns nach dem dritten Geburtstag unseres Sohnes, weil er da noch so s&#252;&#223; und lieb war, und wie einfach war doch die Welt f&#252;r uns, wohlbeh&#252;tet im Haus unserer Eltern, wie unbefangen traten wir unseren Mitmenschen gegen&#252;ber und lie&#223;en uns nicht abschrecken von der Angst, etwas k&#246;nnte schiefgehen, den Gedanken an ein Scheitern kannten wir scheinbar nicht, und immer wieder fragen wir uns, warum das nun anders ist, wo die gute alte Zeit wohl hin ist. Wir schauen uns alte Videos an, mit ungl&#228;ubigem Kopfsch&#252;tteln beneiden wir unsere alten Ichs, die es nicht mehr gibt, von denen wir nur annehmen k&#246;nnen, dass sie zu dem f&#252;hrten, was nun ist.<br />
Es begleitet uns dabei die Angst vor dem Moment, an dem wir ein letztes Mal zur&#252;ckblicken, weil es keinen Blick nach vorn gibt. In dem Moment erst werden wir die Unm&#246;glichkeit von Zeit klar vor uns sehen, und vielleicht werden wir dann nur noch bedauern, dass wir so oft das Jetzt ausser Acht gelassen haben. Wom&#246;glich k&#246;nnen wir es sogar genie&#223;en, bevor es vorbei ist. </p>
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		<title>Ein Fall von Zufall</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 22:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen lernte ich, dass die Erde eigentlich nur ein Meteorit war, also, dass es hier gar kein Wasser gab. So ein Meteorit besteht n&#228;mlich nur aus Gestein. Dieser Stein kreiste zwar um die Sonne, aber das allein h&#228;tte ewig so weitergehen k&#246;nnen, ohne Ver&#228;nderung. Dann prallten Kometen auf diesen Stein, und Kometen sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen lernte ich, dass die Erde eigentlich nur ein Meteorit war, also, dass es hier gar kein Wasser gab. So ein Meteorit besteht n&#228;mlich nur aus Gestein. Dieser Stein kreiste zwar um die Sonne, aber das allein h&#228;tte ewig so weitergehen k&#246;nnen, ohne Ver&#228;nderung. Dann prallten Kometen auf diesen Stein, und Kometen sind dreckige Schneeb&#228;lle, das hei&#223;t eigentlich sind schneeige Dreckb&#228;lle, weil sie mehr Gestein als Wasser enthalten. Und nur dadurch konnte die Erde entstehen. Dadurch, dass gen&#252;gend Kometen einschlugen und durch die N&#228;he zur Sonne, deren W&#228;rme das Wasser fl&#252;ssig machte und verdampfen lie&#223;. Durch einige Zuf&#228;lle wurde eine Grundlage geschaffen, die durch weitere Zuf&#228;lle und eine lange Zeit zu dem f&#252;hrte, auf dem wir heute Leben und nat&#252;rlich auch zu uns selbst.<br />
Ein kleiner Stein also, in einem Raum ohne Grenzen, ein Stein unter anderen Steinen, deren Anzahl f&#252;r immer unvorstellbar unz&#228;hlbar sein wird, wurde zu etwas, dass der Lebensraum f&#252;r uns wurde. Viele Zuf&#228;lle f&#252;hrten zu dem, was wir &#8220;heute&#8221; nennen, einen Tag unter vielen anderen, an dem wir uns fragen, warum wir damit leben m&#252;ssen, Menschen zu verlieren, die so ganz und gar nicht zuf&#228;llig waren, und deren Tod, weil niemals trivial, also auch nicht Zufall gewesen sein kann. Durch Zufall kamen wir auf diesen Stein, und durch Zufall werden wir diesen Stein wieder verlassen, aber kein Zufall wird uns dabei helfen, das zu akzeptieren. Jedes Mal, wenn er uns &#252;berf&#228;llt, werden wir ihn pers&#246;nlich nehmen, diesen Schmerz. </p>
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		<title>Relevant?</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 00:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[H&#228;tte etwas f&#252;r mein Tagebuch. Aber, gerade dachte ich mir: Was wird dann daraus, aus meinem Tagebucheintrag? Wird es irgendwann einmal jemand lesen? Wird es f&#252;r jemanden eine Bedeutung haben? Wohl eher nicht. Also, werde ich es wohl irgendwann lesen m&#252;ssen, vielleicht, wenn ich alt bin. Was wird es mir dann bringen? Wahrscheinlich werde ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>H&#228;tte etwas f&#252;r mein Tagebuch. Aber, gerade dachte ich mir: Was wird  dann daraus, aus meinem Tagebucheintrag? Wird es irgendwann einmal  jemand lesen? Wird es f&#252;r jemanden eine Bedeutung haben? Wohl eher  nicht. Also, werde ich es wohl irgendwann lesen m&#252;ssen, vielleicht, wenn  ich alt bin. Was wird es mir dann bringen? Wahrscheinlich werde ich  dar&#252;ber weinen, wie sch&#246;n es einmal war und dass es vorbei ist…<br />
Ich sollte mich also wom&#246;glich lieber auf mein Ged&#228;chtnis verlassen,  darauf, dass es mir ein freundliches Bild bereitstellt, wenn es soweit  ist; ein Bild, dessen Farben ein bisschen weicher, dessen Kontraste eine  gef&#228;llige Unsch&#228;rfe haben und mir mit einem v&#228;terlichen T&#228;tscheln  sagen: Ist gut, alter Mann. Dein Weg war gut gew&#228;hlt, kein Schritt, f&#252;r  den du dich sch&#228;men musst, nirgendwo falsch abgebogen. Getrost leg den  Kopf zur&#252;ck, und genie&#223;e den Rest.<br />
Eigenartig, dass Thomas Mann so akribisch Tagebuch f&#252;hrte. So ein  gesch&#228;rfter Geist, so klug und weise. Kam er nie auf die Idee, dass ein  Fu&#223;abdruck unwichtig wird, durch jeden neuen Schritt? War ihm nicht  klar, dass die Zeit und ihre Kinder Vergangenheit und Zukunft nur ein  sinnloses Raster sind, ausgedacht von einer Tierart, deren Hirne so gro&#223;  wurden, dass sie Angst vor ihrem Ende entwickelten? Belang existiert  nur innerhalb unserer eigenen Mauern. Dar&#252;ber hinaus existiert nichts.</p>
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		<title>Das mit der Flucht nach vorn</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 22:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein eigenartiger, wenn nicht unpassender Moment f&#252;r so einen Gedanken, aber ich sa&#223; nichtsahnend am Klavier und spielte die Tr&#228;umerei von Robert Schumann, als mir in den Sinn kam, dass ich mich nicht in der Hand habe. Vielleicht war es der Kontrast zu der Musik, zu dem Instrument, dass ich sehr wohl in der Hand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein eigenartiger, wenn nicht unpassender Moment f&#252;r so einen Gedanken, aber ich sa&#223; nichtsahnend am Klavier und spielte die Tr&#228;umerei von Robert Schumann, als mir in den Sinn kam, dass ich mich nicht in der Hand habe. Vielleicht war es der Kontrast zu der Musik, zu dem Instrument, dass ich sehr wohl in der Hand hatte, ja, in beiden sogar. Nur allzu oft verharre ich bei dem, was ich in der Hand habe; zu allem weiteren muss man mich zwingen. Gut klappt das in Situationen, in denen ich keine andere Wahl habe, in denen der einzige Fluchtweg der ist, der nach vorn f&#252;hrt. Hinterher merke ich, dass ich mich gut f&#252;hle, dass es richtig war, was ich tat und dass ich mein Ziel erreicht habe. Die Geschwindigkeit, die ich dabei an den Tag legte, kann erstaunlich hoch gewesen sein. Nur mit der &#220;bertragung hapert es. Ja, ich spiele die Tr&#228;umere wirklich gut, aber ich spielte sie auch gut, als ich zw&#246;lf Jahre alt war&#8230; </p>
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		<title>Gl&#252;hw&#252;rmchen</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 23:46:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Trinkst Du genug, kommen sie, ein Sausen vor den Augen, ein Funkeln in den Ohren, durchl&#246;chern sie die Dunkelheit, wie sch&#246;n das ist, wie belebt. Deine H&#228;nde zittern vor Aufregung, wollen sie greifen, sie f&#252;r sich haben, f&#252;r Dich. Beschenkt k&#246;nntest Du Dich f&#252;hlen, wie sch&#246;n das w&#228;re und hell noch dazu. Ein Leuchten f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trinkst Du genug, kommen sie, ein Sausen vor den Augen, ein Funkeln in den Ohren, durchl&#246;chern sie die Dunkelheit, wie sch&#246;n das ist, wie belebt. Deine H&#228;nde zittern vor Aufregung, wollen sie greifen, sie f&#252;r sich haben, f&#252;r Dich. Beschenkt k&#246;nntest Du Dich f&#252;hlen, wie sch&#246;n das w&#228;re und hell noch dazu. Ein Leuchten f&#252;r Dich beleuchtet mich. W&#228;re das so? Und w&#252;rdest Du mich dann sehen? Oder k&#228;me es darauf gar nicht an?<br />
Bestimmte Dunkelheiten sind bestimmt zu bleiben, einfach so, ungefragt. Wie ist das, wenn es so w&#228;re, wie es ist? Oder anders? K&#246;nnten Sie dann fliegen? Und was w&#228;re dann mit mir?</p>
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		<title>Das Buch zwischen den Zeilen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 21:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sicher nicht zum Ersten Mal, wurde mir heute klar, dass man manchmal viel sagt, gerade wenn man die Klappe h&#228;lt. N Ding, was? Wir denken uns ein kleines Missverst&#228;ndnis, dass wir nicht sofort aufkl&#228;ren k&#246;nnen. OK, denken wir uns, die Gelegenheit wird schon kommen. Und dann, wenn es soweit sein k&#246;nnte, m&#252;ssen wir feststellen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sicher nicht zum Ersten Mal, wurde mir heute klar, dass man manchmal viel sagt, gerade wenn man die Klappe h&#228;lt. N Ding, was?<br />
Wir denken uns ein kleines Missverst&#228;ndnis, dass wir nicht sofort aufkl&#228;ren k&#246;nnen. OK, denken wir uns, die Gelegenheit wird schon kommen. Und dann, wenn es soweit sein k&#246;nnte, m&#252;ssen wir feststellen, dass dieses kleine leicht zu Fall zu bringende Missverst&#228;ndnis inzwischen an Kraft und Stand gewonnen zu haben scheint. Verzweifelt versuchen wir, die Bohrtiefe auszuloten; was ist geschehen? Welcher Film lief hier wie weit, seit dem wir das Kino verlie&#223;en? Und wodurch? Wenn wir Gl&#252;ck haben, lag es nur am Schweigen. Vielleicht wurde es als Zustimmung verstanden. Wenn es &#8220;nur&#8221; das ist, k&#246;nnen wir es schaffen. Dass Nichtsreden manchmal mehr sagt, als alle Worte, kann erschreckend sein. Aber, mit dem Blick in unsere Ecke zur&#252;ckgedr&#228;ngt, m&#252;ssen wir uns nur daran erinnern, dass wir uns umdrehen k&#246;nnen, und wenn wir das geschafft haben, werden wir verbl&#252;fft feststellen, dass uns auf einmal wieder alle Wege offen stehen.</p>
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		<title>Ode an Jan Christophersen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 22:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich lese ihn nun nicht zum Ersten Mal, den Deb&#252;troman &#8220;Schneetage&#8221; von Jan Christophersen, und dabei erschien er erst im Februar. Und sofort dachte ich mir, unbedingt empfehlen, dar&#252;ber schreiben. Aber die Presse &#252;berschl&#228;gt sich ja geradezu mit Lob (hier lesen) Und warum sollte ich etwas wiederholen? Aber heute kam ich drauf. W&#228;hrend ich las, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.janchristophersen.de/images/schneetage-cover.jpg' alt='' class='alignright' />Ich lese ihn nun nicht zum Ersten Mal, den Deb&#252;troman &#8220;Schneetage&#8221; von Jan Christophersen, und dabei erschien er erst im Februar. Und sofort dachte ich mir, unbedingt empfehlen, dar&#252;ber schreiben. Aber die Presse &#252;berschl&#228;gt sich ja geradezu mit Lob <a href="http://www.janchristophersen.de/index.php/schneetage/pressestimmen/">(hier lesen)</a> Und warum sollte ich etwas wiederholen?<br />
Aber heute kam ich drauf. W&#228;hrend ich las, ist es mir aufgefallen:<br />
Bei mir stellte sich ein Gef&#252;hl ein, dass ich vergessen glaubte, von dem mir nicht einmal bewusst war, dass es das gab. Es hat mit der eigentlichen Faszination einer Geschichte zu, denn nur auf die Geschichte kommt es an. Erinnert Ihr Euch daran, wie es war, ein Kind zu sein, dem eine Geschichte erz&#228;hlt wird? War es die Mutter, der Vater oder vielleicht der gro&#223;e Bruder, bei &#8220;dessen Stimme Klang&#8221; Ihr in das Land der Tr&#228;ume geschwebt seid? Oder habt Ihr auf dem Scho&#223; des Opas gesessen, zur&#252;ckgelehnt in seine Arme, die das Buch mit den Zauberzeichen hielten, und k&#246;nnt ihr noch die Vibration seiner sonoren Stimme an Eurem Hinterkopf sp&#252;hren?<br />
Ja, dieses Gef&#252;hl kam &#252;ber mich, und ich kann Euch nicht sagen, wann es das letzte Mal war, dass ich mich so geborgen, so liebevoll entf&#252;hrt f&#252;hlte. Es ist diese Stimme, die ganz nat&#252;rlich aus diesem Roman spricht, selbst wenn man ihn selbst liest. Sie entf&#252;hrt Dich in eine Welt, die zu Deiner wird, innerhalb von wenigen S&#228;tzen, und Du merkst es gar nicht. Und auf einmal sp&#252;hrst Du die warme Umarmung, die Stimme&#8230; nur darauf kommt es an.</p>
<p><a href="http://www.janchristophersen.de/">http://www.janchristophersen.de/</a></p>
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		<title>Mensch und Tier</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 03:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
				<category><![CDATA[hingesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Stimmt das eigentlich mit der Unterscheidung zwischen Mensch und Tier? Was sagte Darwin dazu? Wenn wir vom Tier abstammen, was macht uns dann zu einem Menschen, also zu etwas v&#246;llig anderem, als ein Tier? Gab es irgendwann in der Evolution wirklich eine Grenze, die wir &#252;berschritten? Nein! Unser Hirn wurde irgendwann gro&#223; genug, dass uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stimmt das eigentlich mit der Unterscheidung zwischen Mensch und Tier?<br />
Was sagte Darwin dazu? Wenn wir vom Tier abstammen, was macht uns dann zu einem Menschen, also zu etwas v&#246;llig anderem, als ein Tier? Gab es irgendwann in der Evolution wirklich eine Grenze, die wir &#252;berschritten?<br />
Nein! Unser Hirn wurde irgendwann gro&#223; genug, dass uns bewusst wurde, dass wir sterblich sind. Aber das Tier wurde uns dadurch noch lange nicht genommen. W&#228;hrend sich unser Hirn in die Moral verstrickt, unser Handeln durch sie bewertet, folgen unsere Instinkte den alten Regeln aus Zeiten, die nichts mit dem zu tun haben, was wir menschlich nennen. in jedem von steckt das, in wenigen erscheint es. Der Rest ist ersch&#252;ttert, verurteilt, kann es nicht fassen. Wenn es Hart auf Hart kommt, verlieren wir die Korrektur und bleiben allein. Der Rest sch&#252;ttelt den Kopf.</p>
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		<title>Die Flut</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 01:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
				<category><![CDATA[durchgesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hat sich mal jemand, irgendwer, daf&#252;r entschieden, immer der Letzte zu sein? Gibt es das? Also, ich hab mich nie daf&#252;r entschieden, nicht zu heiraten, bis ich vierzig bin. Aber vielleicht h&#228;tte ich eine Entscheidung treffen m&#252;ssen, um das zu verhindern&#8230;? Was sch&#252;tzt uns eigentlich? Die Medien werden immer allgegenw&#228;rtiger, dringen immer tiefer in ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hat sich mal jemand, irgendwer, daf&#252;r entschieden, immer der Letzte zu sein? Gibt es das? Also, ich hab mich nie daf&#252;r entschieden, nicht zu heiraten, bis ich vierzig bin. Aber vielleicht h&#228;tte ich eine Entscheidung treffen m&#252;ssen, um das zu verhindern&#8230;?<br />
Was sch&#252;tzt uns eigentlich? Die Medien werden immer allgegenw&#228;rtiger, dringen immer tiefer in ein jedes Leben ein. W&#228;hrend wir uns noch vor zehn Jahren im Spiegel der oberen Zehntausend sahen, unser kleines Licht neben ihnen, unsere Tr&#228;ume neben ihrer Realit&#228;t, schwappt die anonyme Masse nun hoch; sie dringt durch immer breiter werdende Ritzen der Medienkontinente, durch Blogs und twitter, und sie treten &#252;ber die Ufer ins Nachmittags- und Nachtprogramm. Die Masse labt sich an ihres Gleichen, auf der Suche nach jemandem, der ihr im Spiegel zur&#252;ckl&#228;chelt. Vielleicht sch&#252;tzt uns das, dass wir uns breit machen k&#246;nnen, dass wir einen Weg gefunden haben, uns als Mehrheit wahrzunehmen, die von Belang ist, deren Wert &#252;berflutet, den Wasserspiegel steigen l&#228;sst, bis alle Menschen wieder auf einer H&#246;he schwimmen. Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir so etwas erfahren durften: Wo die Flut herrscht, sind alle Menschen gleich.</p>
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		<title>34 und dankbar</title>
		<link>http://www.weltgesehen.de/2008/11/19/34-und-dankbar/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 00:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>arne</dc:creator>
				<category><![CDATA[angesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 20 Minuten z&#228;hle ich nun einen Lenz mehr, oder wie das hei&#223;t. Ja, normalerweise jammere ich dann rum, der langen Zeit wegen, die hinter mir liegt, der kurzen vor mir, usw. Mit dieser Tradition will ich nun mal brechen und mich statt dessen bedanken. Als Soundtrack dazu l&#228;uft &#8220;Disintegration&#8221; von The Cure, dass vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 20 Minuten z&#228;hle ich nun einen Lenz mehr, oder wie das hei&#223;t. Ja, normalerweise jammere ich dann rum, der langen Zeit wegen, die hinter mir liegt, der kurzen vor mir, usw.<br />
Mit dieser Tradition will ich nun mal brechen und mich statt dessen bedanken. Als Soundtrack dazu l&#228;uft &#8220;Disintegration&#8221; von The Cure, dass vor 20 Jahren aufgenommen wurde und seit seinem Erscheinen 1989 auch in meinem Besitz ist.<br />
Wof&#252;r nun bedanken, wird manch einer, der mich kennt, jetzt denken. Singel, kleine Wohnung in Barmbek, kein Rockstar geworden, erster Roman immer noch nicht fertig. (Stimmt eigentlich; ich muss das Steuer rumrei&#223;en&#8230;!)<br />
Ich bedanke mich f&#252;r mein Leben, so wie es ist, und ich bedanke mich daf&#252;r, dass es sich immer noch st&#228;ndig &#228;ndert und erweitert, dass es w&#228;chst und mich immer noch wachsen l&#228;sst, dass ich dazu lernen darf, was, wie wir wissen, zu den sch&#246;nsten Gef&#252;hlen f&#252;r uns Menschen geh&#246;rt.<br />
Ich bedanke mich f&#252;r Musik und Sprache, zu denen ich ein so enges Verh&#228;ltnis habe, die mich immer wieder &#252;berraschen und mir neue Welten er&#246;ffnen, mich gl&#252;cklich und hungrig machen, mir helfen, bei der Beantwortung meiner Fragen und dabei, neue Fragen zu stellen.<br />
Ein lieber Dank geht an meine Kunden, nicht nur, weil es immer mehr werden, sondern weil die Zusammenarbeit mit ihnen Spa&#223; macht, weil sie offen sind f&#252;r meine und auch f&#252;r ihre Ideen, weil sie ihren Erfolg mit mir teilen, und weil sie tolle Menschen sind, mit denen man am liebsten auch eng befreundet sein m&#246;chte.<br />
Aber ganz besonders bedanken m&#246;chte ich mich bei den Menschen, die mich umgeben, meine Familie und meine Freunde. Bei vielen von ihnen durfte ich &#252;ber die Jahre miterleben, wie ihre Leben sich ver&#228;nderten, wie sie Familien gr&#252;ndeten, Berufe ergriffen und andere Ver&#228;nderungen &#8220;durchmachten&#8221;. All dies teilten sie mit mir und blieben mir &#8220;treu&#8221;, auch wenn ihre Welt sich inzwischen in vielen Teilen von meiner unterscheidet. Und immer wieder kommen neue Freunde hinzu, die mir schnell ans Herz wachsen. Sie alle werden nicht m&#252;de, an mich zu glauben und mich zu unterst&#252;tzen, mir beizustehen. Das alles beeindruckt mich und gibt mir eine dankbare Demut.<br />
Das Leben ist sch&#246;n. Das ist vielleicht deshalb so, weil es das gr&#246;&#223;te Geschenk ist, dass wir von Minute zu Minute neu verdienen d&#252;rfen. Manchmal vergesse auch ich das, und ich danke daf&#252;r, dass immer wieder etwas geschieht, dass mich daran erinnert.<br />
Ich wei&#223; noch wie aufgeregt ich als Kind in der Nacht vor meinem Geburtstag war, allein der Geschenke wegen. Einmal konnte ich &#252;berhaupt nicht schlafen. Nach Mitternacht schlich in ins Wohnzimmer zu meinem Geschenketisch und packte alles aus. Ich spielte mit dem Playmobilgespenst, das meine Schwester mir schenken w&#252;rde, und ich h&#246;rte mir die TKKG-Kasetten an. Dann packte ich alles wieder ein und ging ins Bett. Ich bedanke mich f&#252;r die Erkenntnis, dass es so viel mehr gibt, als gekaufte Geschenke, h&#252;bsch verpackt, daf&#252;r, dass diese Erkenntnis dankbar macht.<br />
Im Moment liegen vor der Menschheit Aufgaben, die schwer scheinen, deren Gewicht noch nicht von allen wahrgenommen wird. Was wir brauchen ist Kraft und Zuversicht, alles andere haben wir bereits. Deshalb schlie&#223;e ich mit einem Wunsch; als Geburtstagskind steht mir ja wohl ein Wunsch zu&#8230;.<br />
Ich w&#252;nsche jedem Menschen auf dieser Welt eine Familie und Freunde, wie ich sie habe. Die Kraft und Zuversicht, die sich daraus gewinnen lie&#223;en, w&#252;rden mehr als ausreichen, f&#252;r alles, was kommt und kommen mag. </p>
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