Die Insel Lamma

arne am 18. April 2011 um 23:17

Google-Karte von Lamma
Heute ging es mit der Fähre nach Lamma, eine der vielen Inseln, die sich fast in Schwimmweite zu Hong Kong befinden. Mit der Fähre war es jedenfalls ca. eine halbe Stunde. Und die Fähre hat umgerechnet nich einmal 3 Euro gekostet. Überhaupt liebte ich ich die Fahrpreise. In Hong Kong kann man für 20 Cent mit der Straßenbahn bis zu Endhaltestelle fahren, und wenn man gar keine Lust mehr hat, nimmt man sich eines der gefühlten sechs millionen Taxis und lässt sich nach Hause fahren, meistens reichten da 5 Euro aus… das reinste Schlaraffenland!!
Naja, ab auf die Insel: Auf Lamma gibt es keine Autos, viel Natür und hier und da Häusergrüppchen, und, eben weil es da so schön ist, und die Chinesen geschäftstüchtig, gibt es natürlich auch jede menge Andenkenläden und Fischrestaurants, wo man sich das Essen aus den vor Leben strotzenden Aquarien aussuchen kann.
Dies tat ich nicht. Aber ansonsten war ich der Supertouri, mit Knipse vorm Bauch habe ich die Insel vermessen, habe mir eine Flasche Wasser und später ein Eis gekauft und mich schleckend an die Küste gesetzt. Überall Fischerboote im türkisen Meer und in der Ferne Schiffe, die vor Anker liegen. Und ich sitze im Grünen und genieße die Sonne, und die Geräusche der unbekannten Natur, das Zirpen und Schnattern….

Das Ankommen

arne am 17. April 2011 um 09:54

Natürlich passierte gestern noch etwas. Und darüber bin ich heute froh. Wenn ich noch länger geschlafen hätte, wenn Marco mich nicht geweckt, wir nicht gequatscht und noch in die Stadt gefahren wären, dann hätte ich nicht heute schon das Gefühl, angekommen zu sein, angekommen in dieser Zeit, immerhin 6 Stunden der Zeit voraus, aus der ich komme.
Wir waren in ShenZen, und dort in einer Art Einkaufszentrum. Ein Riesenhaus mit vielen kleinen Läden, wo man mehr oder weniger echte Klamotten, Uhren, Schmuck und ähnliches erwerben konnte. Jeder Laden so winzig, dass die Verkäufer meistens davor standen und saßen, und einem ihre immer gleichen englischen Überredungskünste angedeihen ließen, manchmal einen auch über zwei Gänge verfolgten…
Es war anstrengend und am Abend meine Füße platt…

Die Landung

arne am 16. April 2011 um 23:49

Nach der Aussicht über Moskau war ich ganz gespannt auf den mir bevorstehenden Blick auf Hong Kong.
Was ich dann zu sehen bekam, entsprach meiner übermüdeten Gemütsverfassung: Der Nebel vor meinem Fenster wechselte, je nach Helligkeit, zwischen Weiß und Grau, und erst kurz vor der Bodenberührung der Räder war etwas wie feste Erde zu entdecken.
Das Flughafengebäude bot, bis auf Werbebotschaften in Chinesisch und English, noch nichts Neues und Fremdartiges. Ebensowenig die U-Bahn, die mich nach Hong Kong Island brachte (Bis auf den Teppichboden, ehrlich, in der U-Bahn… und sehr neu und sauber alles).
Aber dann ging es mit dem Taxi weiter. Und, ich will ganz ehrlich sein, ich war schockiert:
Die enge Bebauung, die riesigen Hochhäuser, zum größten Teil Mietshäuser, an denen nicht nur Klimaanlagen, sondern auch auch Wasserleitungen aussen angebracht waren, und das alles in grauen Nebel getunkt, ließen meine Stimmung gen Null sinken, und ich fragte mich, wie ich es hier 10 Tage aushalten sollte.
Marcos Wohnung lag im 55. Stock eines 60-Stöckigen Hochhauses direkt am Ufer. Der Concierge dieses repräsentativen Baus hatte mir die Tür geöffnet und mir den Wohnungsschlüssel übergeben. Gegen den Hunger wärmte ich mir eine Pizza auf, um dann für gut 2 Stunden in einen Traumlosen Schlaf zu sinken, ja, hinter meiner Schlafmaske, die im Liegen hervorragende Dienste leistete.

Der Hinflug

arne am 15. April 2011 um 23:20

Ja, tatsächlich, heute vor einem Jahr ging die Reise los, und ja, das ist dann auch schon der erste Tag. Denn, heilige Scheiße, so eine Reise ist verflucht Lang…
Mittags ging es los, von Hamburg nach Moskau mit aeroflot. Entspannter Flug, nicht mal 2 Stunden. Aber dann, nach mehrmaligem Schuhe aus, Schuhe an, Scannen und Röntgen, in einer großen Maschine (selbe Linie) in gut 9 Stunden nach Hong Kong. Ich wähnte mich als Schlauberger, in Fuhlsbüttel noch eine Schlafmaske gekauft zu haben, meine Ohren waren zugestopft…
Aber, nichts half, vermutlich kann ich im Sitzen einfach nicht schlafen. So blieb ich denn wach, hinter meiner Maske, bis ich mir, todmüde, einen Film ansah.

Vor der großen Reise

arne am 13. April 2011 um 00:42

Heute vor einem Jahr begann ich mit den ersten konkreten Überlegungen, was ich ausser der üblichen Verdächtigen, wie Socken und T-Shirts, mitnehmen könnte. Es baute sich um meine Kameraausrüstung, die ausser Frage stand. Schließlich sollte ich ja eine neue Welt kennenlernen, die ich womöglich kein zweites Mal besuchen würde. Ohne Kamera dorthin zu reisen, hätte alles nur halb so sinnvoll erscheinen lassen. Ich rief Marco in Hong Kong an, und er erklärte mir genau, wie ich vom Flughafen zu seiner Wohnung kommen würde. Nach seinen Berechnungen sollte ich ca. 2,5 Stunden vor ihm dort sein (bis dann musste er arbeiten).
Erste Aufregung stellte sich ein, das Flirren im Körper, vor dem Neuen und davor Schritte auf unbekannten Wegen zu tun. Immer wieder erinnerte ich mich daran, dieses Gefühl zu genießen. Aus Erfahrung wusste ich, dass es vorbeigehen würde, vielleicht schon nach einigen Tagen vor Ort, spätestens jedoch, sobald ich wieder in Hamburg wäre. Schon heute wollte ich das Gefühl festhalten. Es ist wirklich schön, sicherlich biologisch zu erklären, Hormone sind Schuld, die immer dann ausgeschüttet werden, wenn uns Neues widerfährt, weshalb es schön sein kann, zu lernen, weshalb die erste Liebe uns unser ganzes Leben nicht verlässt, weshalb wir uns am 11. September 2001 immer wieder diese Bilder ansehen mussten…
In dieser Nacht schlief ich noch relativ fest und ruhig.

Hong Kong kommt

arne am 9. April 2011 um 23:43

Neulich viel mir auf, dass ich hier schon lange keine Fotos mehr eingefügt habe. Ich hatte mir mal vorgenommen, zu jedem Artikel ein Bild beizugeben. Und nun? Vielleicht sollte die Seite eher “weltgelesen” heißen, oder?
Nein, nein. Das wird sich bald ändern. Es gibt wieder Bilder!! Hinzu kommt nämlich ein Zweites: Vor einigen Wochen fragte ein guter Freund mich: Warum hast Du eigentlich letztes Jahr nichts über deine Reise nach Hong Kong in deinem Blog geschrieben? Ein Reisetagebuch…. das wäre doch genau der richtige Ort. Recht hat er. Was sollte man unter der Domain “weltgesehen.de” mehr erwarten, als ein Reisetagebuch?
Und nun? Ist ja schon so lange her. Kann man ein Post-Tagebuch schreiben, also ein Tagebuch über etwas, dass schon lange her ist?
Nee, dachte ich… Aber inzwischen denke ich immer mal wieder mit Sehnsucht an die Zeit dort (es waren nur 10 Tage…). Es sind kleine Erinnerungsblitze, kurze Lichter auf Dinge, manchmal Gerüche, die mir in den Sinn kommen, mich daran erinnern, wie wahr dies Zeit war, die sich doch oft wieder sehr unwirklich anfühlt.
Und deshalb. Ja. Und wie das geht. Es wird ein Erinnerungstagebuch. Und, prima Zufall, ich flog letztes Jahr am 15. April los. Also wird mein Tagebuch am gleichen Tag beginnen, und in diesem Tagebuch wird es “Heute vor einem Jahr flog ich los.” heißen und nicht “Heute flieg ich los.” Das Erzählte wird vielleicht ein bisschen mehr von Melancholie durchwirkt sein, und Details werden fehlen, oder in ihrer Reflexion der Zeit ein wenig verfälscht sein. Aber, welche Fälschung kann schon wahrer sein, als die geschriebene… ;o)
Also, wir sehen uns, äh, lesen uns, am 15.

Restrisiko

arne am 28. März 2011 um 00:42

Wer in diesen Tagen auf die Welt blickt, verfällt womöglich in ein Kopfschütteln, das bei vielen im Kopfabwenden enden wird. Beherzt entscheiden kann nur, wer diesen Impuls überwindet, wer sich zuständig fühlt, ohne sich darüber zu ereifern, wer zuständig ist. Dazu sollten die Politiker gehören, die dummerweise (ich habe sie NICHT gewählt) tatsächlich zuständig sind. Sollten wir alle auf die Straße gehen? Müssen wir das sogar? Ist das die einzige Sprache, die sie verstehen?
Nö!
Erinnern wir uns an die Gesetze des Marktes. Denn mit nichts anderes haben wir es hier zu tun.
In der freien Marktwirtschaft ist es so, dass alles, was in ausreichendem Maße gekauft wird, auch auf jeden Fall von jemandem hergestellt wird. Eines von unzähligen Beispielen ist das iPhone. Es kam auf den Markt, wurde wahnsinnig erfolgreich, und in affenartiger Geschwindigkeit zogen die anderen Hersteller nach. Heute gibt es keinen mehr, der nicht irgendetwas verkauft, dass dem iPhone zum verwechseln ähnlich ist. Mit dem iPad ist es genauso.
Bei unserer Energie ist es nicht anders. Viele scheinen immer noch zu denken, dass unser Energie”mix” eine politisch entschiedene feste Größe ist. Das das nicht so ist, zeigt schon, dass die Grünen, als sie den Atomausstieg voranbrachten, bis zum Jahr 2010 einen Anteil der Erneuerbaren Energien von 12% anstrebten. Erreicht haben wir 17%.
Nein, auch in Sachen Energie haben wir es mit einem Markt zu tun. Der Konsument entscheidet, was er kauft – die Hersteller liefern es ihm. So wird es immer sein, also handeln wir doch danach.
Als ich vor ca. 4 Jahren zu Lichtblick wechselte, war es genau dieser Grund: Ich wollte der Firma Vattenfall, die AKWs und Kohlkraftwerke betrieb, mein Geld entziehen. Schon damals war es so, dass viele in meinem Umkreis mehrere Wechsel hinter sich hatten, was ihre Handyverträge betraf. Das ist ein Wechsel, der tatsächlich nicht so einfach ist. Tarifsuche, Vergleiche von seitenlangen kleingedruckten AGBs, Rufnummer mitnehmen, ja oder nein, und wenn ka, wie…. usw.
Ich füllte meinen Lichtblickantrag online aus. Dazu brauchte ich meine Kundennummer von Vattenfall und meinen letzten Jahresverbrauch, beides zu finden auf der letzten Jahresabrechnung. Das wars. Ein paar Wochen später hatte ich meinen neuen Lieferanten, LICHTBLICK, einer von heute vieren, die zertifizierten ÖKOstrom anbieten, die sich also verpflichtet haben, Erneuerbare Energieerzeugung zu fördern und aufzubauen und dies nachweislich mehr und mehr tun. Vor dem Wechsel zahlte ich bei Vattenfall 36 Euro, nach dem Wechsel 38 Euro bei Lichtblick. Ja, das sind 2 Euro mehr. Ich hätte auch 10 Euro mehr bezahlt. Für 2 bekomme ich gerade mal einen Kaffee. Also darüber müssen wir nicht diskutieren, oder? Inzwischen zahle ich nur noch 33 Euro, weil ich meinen Verbrauch senken konnte und die Preise stabil blieben. Zu erwähnen ist noch, dass bei einem Wechsel keine Probleme auftreten. Der Strom wird nicht mal eben kurz abgestellt, wie wir es von unseren Telefonanschlüssen kennen.
Also, wo ist das Problem? Wechseln wir doch einfach alle zu einem echten Ökostromanbieter, sagen wir Vattenfall und RWE und wie sie alle heißen, dass wir Ihr Produkt nicht mehr wollen. Die werden schneller umdenken, als es sich Politiker überhaupt ausdenken können. GARANTIERT. Denn das ist der Markt. Wer im Markt bestehen will, stellt nicht das her, was das Beste für uns ist, sondern das, was gekauft wird, was Geld einbringt.

Ein anderer Weg

arne am 14. Januar 2011 um 02:14

Da liegt er also wieder vor mir, der neue Roman, der mir schon so alt vorkommt (obwohl er noch gar nicht fertig ist), weil ich schon vor ungefär sieben Jahren den ersten Teil geschrieben habe. Die Idee wurde durch einen Gedanken ausgelöst, der mir in der Fußgängerzone kam: Wenn es viel weniger Menschen auf der Welt gäbe, würden wir uns wohl jedes Mal begrüßen und nicht einfach aneinander vorbeilaufen. Wenn es nur einige tausend Menschen auf der Welt gäbe, wäre auch ein zufälliges Treffen etwas ganz besonderes, aufgeregt würden wir uns begutachten und ein Gespräch anfangen. Jeder Mensch, den wir träfen, hätte eine nachhaltige Auswirkung auf unser Leben.
Diesen Gedanken führte ich als ein bisschen spazieren. Er wuchs, veränderte sich: Kommt es nicht vielleicht auch so vor, dass wir unsere Leben gegenseitig beeinflussen und dass wir es nur oft nicht mitbekommen? Eben, weil wir aneinander vorbeigehen, ist uns unser Einfluss vielleicht nur nicht bewusst?
Was wäre nun, wenn ich einen Roman schriebe, in dem genau das an die Oberfläche gerät? In dem der Leser nicht, wie üblich, eine Person folgt, sondern einer Art Kausalkette, einem Fluss dessen, was geschieht, gleich einem Flug durch die Zeit. Ich könnte den vielgeliebten allwissenden Erzähler auf eine neue Ebene führen, ihn tatsächlich allwissend machen.
Einige Tage später wachte ich früh am Morgen auf, und der Anfang des Romans war vor mir, in Worten und Bildern. Ich setzte mich an den Schreibtisch und tippte ihn eine halbe Stunde lang in den Computer.
Und dann ging es immer wieder weiter. Eins ergab das andere, was zum Nächsten führte. Erst nach rund 70 Seiten wurde mir bewusst, dass ich Grenzen brauche, dass es einen roten Faden geben muss, auch, wenn es ein anderer sein wird, als den, den wir aus üblichen Geschichten kennen…

Unsere Gier und das Tier

arne am 10. Januar 2011 um 01:47

Bei Anne Will ging es heute um den Respekt vor dem Tier. (Info zur Sendung) Die Runde diskutierte sich immer wieder in eine Richtung: Die Vertreter der Massentierhaltung wurden angeklagt und verteidigten sich.
Ich frage mich nun: Wollen die wirklich Tiere quälen? Halten sie das für den richtigen Weg? Und ich finde nur eine Antwort: Nein! Natürlich wollen die das nicht. Sie wollen nur eins. Geschäfte machen. Sie wollen etwas tun, womit sie möglichst viel Geld verdienen, wie wir alle. Und wie wir alle sind sie bereit, sich für diesen Zweck einiges schön zu reden. So schlecht geht es den Tieren ja gar. Wir tun ja schon so viel, wie uns möglich ist.
Unterm Strich bleibt immer wieder stehen: Solange etwas Geld bringt, wird es jemanden geben, der es tut. Das ist Gier, und die Gier bestimmt unser Leben. Das wird sich nicht ändern. Es wurden schon Menschen gequält und verkauft. Wenn man also in die Geschichte blickt, stellt man fest, das sich mit uns auch unsere Moral weiterentwickelt hat. Und sie wird es weiter tun. Mehr und mehr Menschen werden die Tierquälerei nicht akzeptieren. Sie werden wissen wollen, wie das Tier, das sie essen, gelebt hat und gestorben ist, und sie werden bei dem kaufen, der ihnen das zeigen kann, mit reinem Gewissen. Und wenn es genug sind, werden auch die Massentierhalter die Umstände auf ihren Höfen ändern, weil sie auch weiterhin ein Geschäft machen wollen. Und wenn es soweit ist, werden auch sie erleichtert aufatmen und ruhiger schlafen. Schade nur, dass es so lange dauern wird. Und woran liegt das? An unserer Gier.

Ein neuer Film in 2011

arne am 6. Januar 2011 um 00:43

Mit dieser alten Scheibe in den Ohren (The Cure – faith …und ja, schwarz ist die Scheibe, mit zwei Rillen), dem passenden Getränk und der unerlässlichen Rauchware komme ich mir ein bisschen vor, wie Christian Slater in “Hart auf Sendung”. Mann, wie habe ich als Teenager diesen Film geliebt. Allein dazustehen und doch vor der Welt eine Stimme zu haben, sie einsetzen zu können. Der Gedanke konnte mich berauschen und er wurde zu meiner Triebfeder. Ich sah mich auf ein Leben zusteuern, dass ich nun nicht führe. Aber das ist gut so, nicht besser, weil ich nicht weiß, wie es anders gewesen wäre.
Wir schreiben nun das Jahr 2011, und ich habe ein Alter erreicht, in dem ich mich daran erinnere, Science Fiction Filme gesehen zu haben, durch die so eine Jahreszahl geisterte. Es kommt mir vor, dass aus der Schnelligkeit des Lebens, der Dinge die mit mir passierten, eine Schnelligkeit der Zeit geworden ist, die mich mit jedem neuen Jahr ein weiteres Mal überrundet. Die Versuchung wird immer größer, angesichts dieser Uneinholbarkeit stehen zu bleiben. Mehr und mehr scheint es unmöglich, mithalten zu können. Erinnere ich mich an eine Einzelheit aus dieser Zeit, denke ich, wenn du das doch hättest so bewusst erleben können, wie es dir heute möglich wäre. Es bräuchte eine neue Art von Traum, der dich fühlen lässt, wie du fühltest und was dich trieb. In allem steckt etwas Verborgenes, was ich meine, verpasst zu haben. Und was, wenn es mir immer wieder passiert, wenn es mir auch im letzten oder vorletzten Jahr passiert ist? Was, wenn das immer so weitergehen wird, ohne dass ich es rechtzeitig merke? Ich wäre gern mein eigener Manager, der Herr über mich und was ich tue und lasse. Ich weiß, dass es so sein müsste… aber wenn es so ist, woran könnte mir das bewusst werden? Ist es nur die Welt die sich dreht, ohne mich? Bin ich nur ein Statist in meinem Film, der erst während des Abspanns realisiert, dass die Hauptrolle nie besetzt war, oder dass sie nach der 2ten Szene nicht mehr auftauchte? Und was wird auf mich warten, wann dann das Licht angeht?