Ach wie schön

arne am 27. April 2008 um 00:05

Ihr werdet erstaunt sein. Heute erst schloss ich eine Bildungslücke: Ich sah mir den Film “Frühstück bei Tiffany” an.
Ach, dieses liebliche alte Hollywoodlicht, dass selbst Außenschauplätze wie Ohnsorgbühnenbilder wirken lässt. Und dann der frei gestaltete Hintergrundton, Stille mitten in New York, vielleicht mal ein Auto, und den Regen muss man natürlich auch hören, aber sonst… Moonriver.
Ich bin begeistert. Zwei Menschen, die sich nur lieben können, wenn sie beide ihre Welt verlassen, und wie schön, dass sie es schaffen. Auch in Filmen ist das ja immer ein Kampf. Aber er wird auch immer gewonnen. Ja, ja die Fiktion.

Die Zeit muss eben die richtige sein

arne am 26. April 2008 um 01:23

Heute (oder eigentlich gestern) geschah etwas Seltsames. Seit Ewigkeiten suche ich eine Hörspielkassette, die ich als Kind so liebte, und die ich meinen Neffen “vererben” wollte. Vor einigen Monaten erklärte ich das Ding dann endgültig für verschollen und startete die Suche im Netz nach eine günstigen Angebot.
Und nun zu Heute: Ich hatte Lust auf alte “Mukke” aus alten Zeiten und öffnete die Schublade der MCs. Obenauf liegen immer einige wild durcheinander. Eine davon griff ich mir, um zu sehen, was darunter ist. Ja, und diese eine war die verschollene. Fünf Minuten lang saß ich da vor meine Schublade und konnte es nicht fassen.
Dies bestätigt wieder: Es kommt vor, dass Dinge, die wir uns JETZT wünschen, manchmal einfach noch nicht bereit sind. Sie selbst wollten ihren Zeitpunkt bestimmen. SIE finden UNS.

Die von früher

arne am 13. April 2008 um 01:09

Na? Schon mal alte Schulfreunde getroffen? Seltsam oder? Da steht plötzlich jemand vor einem, ist irgendwie vertraut und doch auch fremd; die aktuelle Version von etwas, was auch so schon prima funktionierte (ein Vergleich für die Softwarefreunde), ein Upgrade sozusagen. Und dann, wenn die Verbundenheit für ein echtes Gespräch reicht, stellt man fest: Total verändert, oder gar nicht, also ganz der Alte, oder langweilig geworden, phu…
Und dann geht das gemeinsame Vergleichen los; man vergleicht sich mit dem Gegenüber, das Gegenüber mit damals und besonders mit dem Bild, das man sich vielleicht schon mal, in Erinnerungen schwelgend, von dem anderen ausgemalt hatte, wie derjenige wohl inzwischen lebt, was er wohl arbeitet, wie er lebt, mit wem und wieso, Kinder, wie viele, usw.
Oft genug, bleibt es bei diesem Treffen. Wir sind nicht mehr die selben. Keine Punkte, an die man anknüpfen könnte. Halb so wild.
Aber manchmal gibt es sie doch, und ganz selten werden neue, noch tiefere Freundschaften daraus. Ein schönes Gefühl…

Hirnlos klüger

arne am 12. April 2008 um 00:59

Ja, es ist schon sehr spät, aber ich wollte noch etwas am Roman arbeiten. Dann lese ich immer erst einmal einige Seiten, um in diese andere Welt zu gelangen. Und wieder fiel mir auf, dass die stärksten Szenen, die die mich am meisten Bewegen, die mir ein gutes Gefühl geben, die sind, die ich einfach so spontan “runtergeschrieben” habe, bei denen ich nicht lange nachgedacht habe. Mir fiel dabei dieser Satz meines Fahrlehrers ein (einer der wenigen, an die ich mich noch erinnere): Die erste Entscheidung ist meistens die richtige.
Er meinte damit natürlich nur die alltäglichen Stresssituationen im Straßenverkehr. Aber irgendwie ist es doch richtig. Unser Hirn ist schon ein dolles Gerät. Da läuft wirklich unglaublich viel in wahnsinnig geringer Zeit ab. Oft genug greifen wir ein, bremsen aus, legen Steine in den Weg, die wir im besten Fall “Erfahrung” nennen, im schlimmsten “Angst”, und das natürlich selten genug, denn wer gibt schon zu, dass er Angst hat.
Wahrscheinlich haben wir sowieso nur Angst, weil unser Körper darauf ausgelegt ist. Angst schützt jedes Geschöpf vor Gefahren. Aber so, wie ein in heutiger Zeit unterfordertes Immunsystem Allergien entwickelt, beginnen wir irgendwann Angst vor Dingen zu haben, die uns nun wirklich nicht wirklich gefährlich werden können.
Meine Lehre: Das Hirn mal machen lassen. Es ist sicherlich der Muskel unseres Körpers, der uns am schönsten überraschen kann.

Das Feuer brennt

arne am 10. April 2008 um 23:26

Immer wieder fragte ich mich, wie sie zu dieser Entscheidung hatten kommen können. Ich dachte mir, dass die Blindheit, wie es sie ja schon einmal gab, nicht einfach wieder auftauchen darf, hier, wo die Sicht doch so frei ist. Aber nun, nach Paris und Frisco, staune ich über vermeintlich unbedachte Entscheidungen, die vermeintlich Unerwartetes bewirken könnten, und ich bin gespannt, was daraus wird, und ich bin dankbar, für eine Welt, in der ein Feuer wie dieses noch Nahrung findet.

Woher der Schaum?

arne am 3. April 2008 um 22:51

Gerade sah ich wieder mal jemanden (im Film) in einer Wanne liegen. Gemütlich natürlich, mit Kerzenlicht, schöner Musik, … na ja, was man eben so brauch; und, auf dem Wasser, alles bis auf den Kopf bedeckend, Schaum, weißer flauschiger hoher Schaum.
Also, nicht, dass ich nie Badeschaum in meiner Wanne gehabt hätte; aber es war nie ein kleiner Berg davon, von der Art, die man schneiden könnte, mit der man Figuren modellieren könnte, sich dahinter verstecken, Wände damit verputzen. Also? Wie gaht das? Hat jemand Erfahrungen?

Die erste dumme Frage

arne am 29. März 2008 um 23:09

Wie versprochen, heute die erste dumme Frage: Ist die Catsan-Werbung rassistisch?
Ist doch schon seltsam, dass die immer nur mit weißen Katzen werben, oder? Ich mein, wo wir doch alle so pc geworden sind…

Neue welt

arne am 28. März 2008 um 22:02

Heute eröffne ich hier eine neue welt. Ja, klein geschrieben, weil meine welten hier für Kategorien stehen, also kleiner sind, als die Welt…
Und morgen gibt es in dieser welt “dumme Frage” den ersten Beitrag.

Von unserer Art

arne am 13. März 2008 um 22:40

Es beginnt und endet mit dem Wort. An Anfang war das Wort. Und was kam dann? Das Bild? Die Musik?
Irgendwie ja kein Wunder, dass der Mensch sich für die Krone der Schöpfung hält. Alles was ihn umtreibt, scheint er selbst erschaffen zu haben, so muss er also das Abbild Gottes sein, einer der erschafft, einer der lenkt, ohne Grenzen, also auch tötet, wenn er es für nötig hält.
Ob es den Dinosauriern genauso ging? Sie waren die größten und stärksten, herrschten über die anderen Tiere. Für wie unsterblich sie sich wohl hielten?
Was blüht uns? Wir haben die Natur ja nun besiegt, keine natürlichen Feinde. Und sollte ein Meteorit sich mal auf den Weg zu uns machen, schießen wir ihn rechtzeitig ab. Da ist es doch eine Konsequenz voll Ironie, dass wir uns selbst ausrotten, oder?

Fluch(t) in die Chance

arne am 9. März 2008 um 00:49

Gerade sah ich zum xten Mal den Film “Hours”. Da hallt etwas nach:
Leonard Woolf fragt seine Frau Virginia: “Warum muss jemand sterben?” und sie antwortet: “Es stirbt jemand, damit die anderen das Leben wieder schätzen lernen.”
In dem Gespräch ging es “nur” um ihren Roman. Erleben wir in einem Roman, dass jemand auf der Stelle tritt, oder fahrig mit seinem Leben umgeht, es ihm sinnlos vorkommt, dann kann zum Beispiel der Tod eines Verwandten oder Freundes eine Kehrtwende auslösen. Unser Protagonist kommt von der Beerdigung und ändert sein Leben.
Ich schrieb hier mal, dass unser Bewusstsein darüber, dass wir eines Tages sterben werden, der Auslöser ist, für alles was wir, neben allem Instinktgesteuerten, tun. Dieses Bewusstsein ist unser Fluch. Aber, da wir es nicht abschütteln können, ist es auch unsere einzige Chance.