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Der letzte Mocca in Brooklyn

Der letzte Mocca in Brooklyn

Von am 21. Aug 2018 in new york | 0 comments

Zum letzten Mal in Brooklyn erwacht, zum letzten Mal die Gasflamme erwachen gesehen, und nun sitze ich zum letzten Mal im Garten hinter dem gemütlichen über hundert Jahre alten Brownstone (Haus) und schreibe diese Zeilen.
Vier Wochen lang in einer anderen Welt zu leben, hat viele Besonderheiten. Eine davon ist, dass die Kurzzeiterinnerung an mein Zuhause verblasst. Auch das Nach-Hause-kommen hat also die Färbung von etwas neuem. Und so liegt in mir nicht nur die Traurigkeit darüber, diesen Ort schon bald zu vermissen, sondern auch die frohe Erwartung, dass ich die gewohnte Welt mit neuen Augen wahrnehmen werde, was zu neuen Gefühlen und Handlungen führen wird. Ich fühle mich selbst ein wenig verändert, und das wird mein Leben ein wenig verändern.
Im Haus hinter mir höre ich Shelley telefonieren. Neben anderen Menschen, die ich hier kennenlernen durfte, wie Patricia und Frieda, Pablo, Esther und Tabby, verdanke ich vor allem ihr einen neuen Blick auf die Dinge. Wir wussten schon immer, das es schön ist, andere Länder zu sehen – aber durch das private Wohnen in der Fremde lernen wir wirklich ein Land kennen, lernen wir, wie die Menschen denken, wie sie handeln, mit Herausforderungen umgehen. Ich denke, dies gehört zu den schönsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann.

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