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…sollte längst im Bett liegen…
Bei einem Freund las ich mal ein Zitat von Thomas Mann. Der Wortlaut will mir nicht mehr einfallen, aber der Inhalt blieb im Kopf: Vielleicht ist es besser, zu Leben, als über das Leben zu schreiben.
Zu Schreiben ist wirklich nicht einfach. Das schwierigste daran ist die Geschichte. Der Einstieg, die Idee, kommt einfach so – aber ihr Leben zu geben, Menschen, die sie erleben, sie wirklich werden zu lassen. Das erfordert viel Geduld und noch viel mehr Fleiß. Dennoch kommt es mir viel einfacher vor, als die eigene Geschichte zu Leben, wirklich zu Leben, Entscheidungen zu treffen, Wendungen herbeizuführen, auch auf die Gefahr hin, dass sie nicht eintreten. Was ist, wenn ich mich verliebe, aber nicht geliebt werde? Als Autor kann ich zwei Menschen erfinden, und wenn ich entscheide, dass diese beiden sich verlieben, dann tun sie das auch. Ist das nicht wunderbar einfach? Wäre es nicht irre, wenn das auch in meinem Leben so funktionieren würde? Wenn ich mir ein Leben nach meinen Wünschen “stricken” könnte, ganz in Ruhe am Schreibtisch, und wenn es dann genauso käme? Und liefe etwas aus dem Ruder, würde ich alles stoppen, mich kurz einschließen und alles wieder in meine Bahnen schreiben.
Schlaue Köpfe geben zu bedenken: Arne, Du bist Deines Glückes Schmied, Du bist es, der Dein Leben lenkt. Auch ich höre mich das oft sagen, und auch in diesem Moment denke ich, ja, so ist es. Aber dann, wenn es so weit ist, stehe ich da und tue nichts – ausser – schreiben. Hier zum Beispiel….

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